Supervisor-Webterminal
Das Supervisor-Webterminal verbindet die Ephraim-Administration mit den Betriebsdiensten der Spark. Es zeigt Status, Logs und Runtime-Daten und stellt ausgewählte, abgesicherte Administrationsaktionen bereit.
1. Rolle des Webterminals
Das Webterminal ist kein allgemeiner Shell-Zugang für beliebige Kommandos. Es ist eine administrierte Konsole mit vordefinierten Betriebsfunktionen. Administratoren können Dienste prüfen, Logs lesen, Containerstatus sehen und ausgewählte Aktionen auslösen, ohne direkt auf die Spark per Systemterminal wechseln zu müssen.
2. Authentifizierung zur Runtime
Der Zugriff auf Runtime und Supervisor wird mit getrennten kurzlebigen signierten Tokens abgesichert. Ephraim erzeugt sie serverseitig für berechtigte Admins. Runtime und Supervisor prüfen jeweils Signatur, Aussteller, eigenes Ziel, Zweck, Rolle und Ablaufzeit. Ein Runtime-Token wird vom Supervisor abgelehnt und umgekehrt. Dadurch reicht eine normale Browsersitzung allein nicht aus, um dauerhaft Betriebszugriff zu erhalten.
3. Verfügbare Funktionen
| Bereich | Typische Nutzung |
|---|---|
| Status | Runtime, Supervisor, Observer, Inference, TTS und Containerzustände prüfen. |
| Logs | Fehler und Betriebsereignisse lesen, ohne private Chatinhalte zu dumpen. |
| Statistiken | Ressourcen, Auslastung und Dienstzustände für Diagnose einordnen. |
| Aktionen | Supervisor-Updates planen, bestätigt starten und ihren Jobstatus bis zum Abschluss verfolgen. |
4. Super-Admin-Aktionen
Supervisor-Updates, Baseline und Release-Rollback sind Super-Admins vorbehalten. Das Webterminal zeigt Pläne, fordert vor dem Start das aktuelle Passwort an und verfolgt den gespeicherten Jobstatus. Auch reine Plan- und Statusantworten gehören zur privilegierten Supervisor-Oberfläche.
Ein gezieltes Update von runtime baut Observer und Runtime gemeinsam neu.
Dadurch kann keine Runtime mit einem fehlenden oder inkompatiblen Observer gestartet
werden. Compose wartet dabei auf den Observer-Healthcheck.
Stoppt eine Updatevorbereitung wegen eines Material-, Plattform- oder Buildproblems, gibt das Terminal einen kopierbaren Wartungsauftrag für einen Agenten aus. Der Auftrag wird vollständig weitergegeben. Super-Admins wiederholen den Updatebefehl nicht blind und versuchen nicht, die auslösende Schutzprüfung zu umgehen.
Vorbereitung, Bestätigung, Kontrolle und Rückfall bei Updates des Backends auf der Ephraim Spark erklärt der Backend-Abschnitt im Handbuch Wartung und Updates. Das Webterminal bleibt die Bedien- und Diagnoseoberfläche dafür. Frontend-Updates auf dem Webserver gehören nicht zu diesem Supervisor-Ablauf.
5. Umgang mit Logs
Logs sind Betriebsdaten, keine Datensammlung für Unterrichtsinhalte. Bei Fehlersuche suchen Administratoren nach Statuscodes, Dienstnamen, Job-IDs und Fehlerzeitpunkten. Private Prompts oder Dateien dürfen nicht als Debug-Ausgabe in Logs kopiert werden. Wenn ein Log unerwartet sensible Daten enthält, ist das ein Sicherheitsproblem.
Die Grundregeln für Production-Logging, Webservergrenzen, Spark-Logs und Admin-Problem-Mails sind im Artikel Logging zusammengefasst.
Die Runtime-Verbindung akzeptiert nur vollständige, protokollgerechte WebSocket-Antworten und begrenzt Frames, gesammelte Antworten und Logausschnitte. Fehlerdetails aus den Betriebsdiensten werden nicht ungefiltert an Adminclients weitergereicht.
6. Betriebspraxis
Das Webterminal ist besonders hilfreich, wenn die Statusseite ein Problem zeigt, aber der betroffene Dienst noch nicht feststeht. Die Reihenfolge lautet: Status prüfen, betroffene Komponente identifizieren, Logs lesen, aktuelle Jobs oder Container prüfen, dann gezielt handeln.