Handbuch

Supervisor-Webterminal

Das Supervisor-Webterminal verbindet die Ephraim-Administration mit den Betriebsdiensten der Spark. Es zeigt Status, Logs und Runtime-Daten und stellt ausgewählte, abgesicherte Administrationsaktionen bereit.

· Stand: Oktober 2026

1. Rolle des Webterminals

Das Webterminal ist kein allgemeiner Shell-Zugang für beliebige Kommandos. Es ist eine administrierte Konsole mit vordefinierten Betriebsfunktionen. Administratoren können Dienste prüfen, Logs lesen, Containerstatus sehen und ausgewählte Aktionen auslösen, ohne direkt auf die Spark per Systemterminal wechseln zu müssen.

Supervisor-Webterminal mit Runtime- und Terminalbereich
Das Webterminal ist in die Adminoberfläche eingebettet und trennt Diagnose, Logs und bestätigungspflichtige Betriebsaktionen.

2. Authentifizierung zur Runtime

Der Zugriff auf Runtime und Supervisor wird mit getrennten kurzlebigen signierten Tokens abgesichert. Ephraim erzeugt sie serverseitig für berechtigte Admins. Runtime und Supervisor prüfen jeweils Signatur, den festgelegten Ephraim-Aussteller, eigenes Ziel, Zweck, Rolle und Ablaufzeit. Auch eine zu lange Gültigkeitsdauer wird abgelehnt. Ein Runtime-Token wird vom Supervisor abgelehnt und umgekehrt. Dadurch reicht eine normale Browsersitzung allein nicht aus, um dauerhaft Betriebszugriff zu erhalten.

Sicherheitsgrenze: Runtime-Tokens sind kurzlebig und zweckgebunden. Sie sind nicht als dauerhaftes Passwort für die Spark gedacht. Runtime-Diagnose steht berechtigten Admins offen. Supervisor-Pläne, Updates und Archivabrufe verlangen ein Super-Admin-Konto.

3. Verfügbare Funktionen

Bereich Typische Nutzung
Status Runtime, Supervisor, Broker, Observer, Inference, Embedding, TTS und Logrotation prüfen.
Logs Fehler und Betriebsereignisse lesen, ohne private Chatinhalte zu dumpen.
Statistiken Ressourcen, Auslastung und Dienstzustände für Diagnose einordnen.
Aktionen Supervisor-Updates planen, bestätigt starten und ihren Jobstatus bis zum Abschluss verfolgen.

4. Super-Admin-Aktionen

Supervisor-Updates, Baseline und Release-Rollback sind Super-Admins vorbehalten. Das Webterminal zeigt Pläne, fordert vor dem Start das aktuelle Passwort an und verfolgt den gespeicherten Jobstatus. Ist die Startantwort verloren gegangen, wird derselbe Job weiter beobachtet und kein zweiter Start ausgelöst. Auch reine Plan- und Statusantworten gehören zur privilegierten Supervisor-Oberfläche.

Ein gezieltes Update von runtime umfasst im aktuellen Betriebsprofil Runtime, Observer und Broker gemeinsam. Der Observer bezieht seine Daten vom festen internen Broker. Die Vorbereitung prüft diese Abhängigkeiten vor der Umschaltung und wartet auf die erforderliche Bereitschaft.

Stoppt eine Updatevorbereitung wegen eines Material-, Plattform- oder Buildproblems, gibt das Terminal einen kopierbaren Wartungsauftrag für einen Agenten aus. Der Auftrag wird vollständig weitergegeben. Super-Admins wiederholen den Updatebefehl nicht blind und versuchen nicht, die auslösende Schutzprüfung zu umgehen.

Vorbereitung, Bestätigung, Kontrolle und Rückfall bei Updates des Backends auf der Ephraim Spark erklärt der Backend-Abschnitt im Handbuch Wartung und Updates. Das Webterminal bleibt die Bedien- und Diagnoseoberfläche dafür. Frontend-Updates auf dem Webserver gehören nicht zu diesem Supervisor-Ablauf.

5. Umgang mit Logs

Logs sind Betriebsdaten, keine Datensammlung für Unterrichtsinhalte. Bei Fehlersuche suchen Administratoren nach Statuscodes, Dienstnamen, Job-IDs und Fehlerzeitpunkten. Betriebsprotokolle können Adminidentitäten und Sitzungsmetadaten enthalten. Private Prompts oder Dateien dürfen nicht als Debug-Ausgabe in Logs kopiert werden. Wenn ein Log unerwartet sensible Daten enthält, ist das ein Sicherheitsproblem.

Die Grundregeln für Production-Logging, Webservergrenzen, Spark-Logs und Admin-Problem-Mails sind im Artikel Logging zusammengefasst.

Containerzustände und begrenzte Logauszüge kommen über Observer und Broker. Die Runtime und der Observer haben dafür keinen direkten Dockerzugriff. Die Runtime-Verbindung akzeptiert nur vollständige, protokollgerechte WebSocket-Antworten und begrenzt Frames, gesammelte Antworten und Logausschnitte. Fehlerdetails aus den Betriebsdiensten werden nicht ungefiltert an Adminclients weitergereicht.

6. Betriebspraxis

Das Webterminal ist besonders hilfreich, wenn die Statusseite ein Problem zeigt, aber der betroffene Dienst noch nicht feststeht. Die Reihenfolge lautet: Status prüfen, betroffene Komponente identifizieren, Logs lesen, aktuelle Jobs oder Container prüfen, dann gezielt handeln.

Für interaktive SSH-Sitzungen kann ein Super-Admin den authentifizierten Archivexport nutzen. Er zeigt Sitzungsmetadaten und redigierte Vorschauen, außerdem zugehörige Timingdateien und Rotationsangaben. Er lädt keinen vollständigen Rohmitschnitt herunter. Neue nichtinteraktive SSH-Kommandos werden im aktuellen Aufnahmeprofil nicht protokolliert.